Dorfmeninge: Die Dorfmenige und das Mittelalterdorf am Distelhain

Key Points

  • Entstehungsgeschichte des Vereins
    • Der Verein „Dorfmenninger“ wurde Ende 2010 gegründet, um ein mittelalterliches Dorf zu errichten (Bauzeitraum 13. – 15. Jhd.).
    • Aufgrund der Finanzkrise konnte ein Kredit über den gemeinnützigen Verein nicht realisiert werden; stattdessen kaufte Gerald das Gelände privat und gründete den Verein rund um ein Pachtmodell.
    • Ziel: ein historisch einheitliches Dorf mit Gebäuden aus dem 13.‑15. Jahrhundert, ggf. mehrere Standorte in Zukunft.
  • Gelände und Infrastruktur
    • Das Pachtgelände in Neupöller 76 ist für 99 Jahre gemietet; es umfasst 6 000 m² Dorffläche und insgesamt 18 000 m² Gesamtfläche.
    • Das Gelände ist bereits vermessen, in Parzellen (je 50 m²) und einen Marktplatz mit Löschwasser‑Biotop aufgeteilt.
    • Aktuell fehlt nur noch die komplette Aufschließungsgebühr; Verhandlungen mit Gemeinde und Land Niederösterreich laufen, um mögliche Reduktionen zu erreichen.
    • Vorhandene Bauten/Projekte:
      • Kochstation mit überdachter Bergola (erstes Bauprojekt ohne Baugenehmigung).
      • Renovierter alter Stall, umgebaut zu Schwerlastregalen, gemeinsamer Werkzeugspeicher und privatem Bereich.
      • Zwei Gartenhütten (Küchenutensilien, Übernachtungsmöglichkeit für bis zu 2 Personen).
      • Zwei Parkflächen (eine für das mittelalterliche Dorf, eine für das Eventgelände).
  • Vereinsstruktur und Mitgliedschaften
    • Ordentliche Mitglieder: Ratsmitglieder und Pächter (stimmberechtigt in Generalversammlung und Rat).
    • Einfache Mitglieder: Vereinsmitglieder ohne Parzelle, partizipieren aber ohne Stimmrecht.
    • Fördernde Mitglieder: Finanzielle Unterstützung ohne Verpflichtungen.
    • Juristische Personen (z. B. andere Vereine) können ebenfalls Mitglied werden.
    • Ratsstruktur:
      • Alle Ratsmitglieder + Bürgermeister (der zugleich Pächter sein muss) bilden den Rat.
    • Der Rat entscheidet über Aufnahmen/Kündigungen von Mitgliedern und Angestellten, Gelände‑ und Bauplanung sowie sonstige Statuten‑Sachen.
      • Vorstand (alle Ratsmitglieder):
        • Obmann: Patrick Palikow
        • Kassier: Maria Randolph
        • Schriftführer: Gerald
        • Der Vorstand wird alle drei Jahre von der Generalversammlung gewählt.
    • Finanzen und Beiträge
      • Beitragshöhe richtet sich nach Anzahl der Parzellen; mehr Parzellen → höhere Beiträge und mehr Stimmrecht.
      • Aufschließungsgebühr ist der letzte größere finanzielle Stolperstein; etwa die Hälfte des Betrags ist bereits gedeckt.
      • Die Generalversammlung (alle drei Jahre) entscheidet über Beitritts‑ und Mitgliedsbeiträge.
    • Bau‑ und Genehmigungsfragen
      • Baurechtliche Vorgaben: Gebäude mit Dach benötigen Baugenehmigung, ohne Dach nur Baummeldung.
      • Auf dem Bauland gelten besondere Regeln für Haupt‑, Neben‑ und Zusatzgebäude; typische Abstände: Hauptgebäude min. 3 m zu Nachbargebäuden, Nebengebäude können näher stehen.
      • Unklarheiten hinsichtlich Fundamentanforderungen: Gespräch mit Bauamt Krems, mögliche Optionen von Bagger‑Fundamentplatte bis zu handgefertigtem Steinfundament (letzteres fehlt noch an Normen).
    • Praxis der mittelalterlichen Bauweise
      • Mitglieder können frei wählen, ob sie historisch authentisch mit mittelalterlichen Werkzeugen bauen wollen oder moderne Methoden nutzen (z. B. Container‑Verkleidung).
      • Wichtig ist, dass das äußere Erscheinungsbild dem mittelalterlichen Stil entspricht.
    • Weitere Themen & offene Fragen
      • Noch offene Punkte: Abschluss der Aufschließungsgebühr, Klärung von Fundamentvorschriften, endgültige Parzellenzuteilung.
      • Diskussion über Flexibilität bei Parzellennutzung vs. gesetzliche Aufschließungsgebühren.
      • Frage aus dem Chat zu Stromanschluss und Baustoffen: Noch nicht abschließend geklärt; Entscheidung liegt bei den jeweiligen Bauherren.
  1. Action Items

    (Im Protokoll wurden keine ausdrücklich vereinbarten Aufgaben mit konkreten Verantwortlichkeiten genannt.)

  2. Detailed Discussion Summary

    Die Sitzung begann mit einer kurzen Begrüßung durch Patrick, der trotz Fieber die Präsentation einleitete. Der historische Hintergrund des Vereins „Dorfmenninger“ wurde erläutert: Gegründet 2010, zunächst als gemeinnütziger Verein, dann aber wegen der Finanzkrise über eine Privatperson (Gerald) finanziert. Ziel ist ein einheitlich historisch orientiertes mittelalterliches Dorf (13.‑15. Jhd.), das eventuell auf mehrere Standorte ausgedehnt werden kann. Gerald stellte den aktuellen Stand des Geländes vor: 99‑jährige Pacht, bereits vermessen, Parzellenaufteilung, Marktplatz mit Löschwasser‑Biotop und noch ausstehende Aufschließungsgebühr. Es wurden bereits mehrere bauliche Maßnahmen umgesetzt (Kochstation, renovierter Stall, Gartenhütten, Parkflächen). Die finanzielle Lage ist insgesamt solide, jedoch ist die Aufschließungsgebühr der letzte größere Posten; Verhandlungen mit Gemeinde und Land Niederösterreich laufen. Der Vereinsaufbau wurde im Detail erklärt: drei Arten von Mitgliedschaften (ordentliche, einfache, fördernde), ein Rat bestehend aus allen Ratsmitgliedern und dem Bürgermeister sowie ein Vorstand (Obmann Patrick, Kassier Maria, Schriftführer Gerald). Die Generalversammlung findet alle drei Jahre statt, wobei nur ordentliche Mitglieder stimmberechtigt sind. Beiträge richten sich nach der Anzahl der Parzellen, wodurch größere Parzellen mehr Stimmgewicht erhalten. Bau‑ und Genehmigungsrechtliche Fragen wurden diskutiert: Dachgebäude benötigen Baugenehmigung, während Undachgebäude nur gemeldet werden müssen. Die speziellen Bauland‑Sonderformen (Haupt‑, Neben‑ und Zusatzgebäude) erfordern genaue Abstandsregelungen; das Bauamt Krems wurde bereits kontaktiert, um die Notwendigkeit von Fundamenten zu klären. Es besteht Unsicherheit, ob ein traditionelles Steinfundament zulässig ist, da dafür keine aktuelle Norm existiert.

  3. Bezüglich der Bauweise wird den Mitgliedern maximale Freiheit eingeräumt: Sie können entweder vollständig historisch mit mittelalterlichen Werkzeugen arbeiten oder moderne Techniken (z. B. Container‑Verkleidung) nutzen, solange das äußere Erscheinungsbild dem mittelalterlichen Stil entspricht. Fragen zum Stromanschluss und zur Nutzung moderner versus historischer Baumaterialien blieben offen. Zum Schluss wurde noch einmal betont, dass das Projekt ein fortlaufender Lern- und Gemeinschaftsprozess ist, bei dem sanierte Gebäude und fortlaufende Renovierungen zum erwarteten Teil gehören. Die nächste Aufgabe besteht darin, die Aufschließungsgebühr abzuschließen, die offenen Genehmigungsfragen zu klären und die Parzellenzuteilung final zu regeln, bevor mit dem eigentlichen Bau des mittelalterlichen Dorfes begonnen werden kann

Dorfmeninge: Events am Distelhain

Key Points

  • Entstehung und Finanzierung
    • Gerald erklärte, dass das Eventgelände ursprünglich über den Verein finanziert werden sollte, dies jedoch nicht gelang. Er investierte privat in Trinkwasser‑, Kanal‑ und Löschwasser‑Biotop‑Anlagen und nutzt nun das Gelände, um die Ausgaben zu refinanzieren.
    • „Ich bin nicht davon aus, dass ich da den Mörder Gewinn rausschaufel… das Ziel ist das Investierte zurückzuholen.“
  • Lage und Größe
    • Das Gelände liegt zwischen Neupöller und Ramsau nahe Horn, erreichbar in ca. einer Stunde von Wien (Norden oder über die A1).
    • Gesamtfläche: 19 000 m², davon 6 000 m² Dorffläche.
  • Aufbau und Infrastruktur
    • Parkplätze links und rechts des Hauses, Löfwasser‑Biotop und Dorfplatz.
    • Steinbruch trennt Dorf‑ und Eventbereich.
    • Turnierwiese (unterer Bereich) für sportliche Veranstaltungen.
    • Bestandshaus mit geräumigem Vorraum, zwei Gastro‑Kühlschränken (mietbar).
    • Sanitärcontainer mit Duschen, Waschbecken und Fächern.
    • Eventkeller neu gebaut, 80 m² (ca. 6 m × 10 m), ausgestattet mit Bar, Gastro‑Spüler, Eiswürfelautomat, Kühlschränken, Vorhängen und Lagerbereich.
    • Vier Stellplätze neben dem Keller (Strom‑, Wasser‑, Kanalanschluss vorhanden) – theoretisch für Wohnwagen nutzbar.
    • Löschwasser‑Biotop zur Brandbekämpfung, kein Badebereich.
    • Bergola‑Kochstation (große Grill‑/Kocherfläche) und Gartenhütten des Vereins.
    • Mobile Watt‑Station zwischen Duschcontainer und Eventkeller, inkl. Warmwasser‑Boiler und Spülbecken.
  • Technische Versorgung
    • Stromversorgung an nahezu allen Punkten (Keller, Stellplätze, Stadel, Dorfgelände).
    • Geplante Baustellen‑Stromabnahmestation mit Verteiler, um die aktuelle Verlängerungskabel‑Lösung zu ersetzen (Patrick).
  • Nutzungs‑ und Buchungsmodalitäten
    • Preislisten 2026 (Dorfminig & Eventgelände) wurden im Chat bereitgestellt.
      • Standard‑Paket (Zelt‑, Turnier‑wiese, Eventkeller, WC‑Anlagen): 460 € pro Einheit.
      • Deluxe‑Paket (inkl. Duftcontainer, Vorraum, Bauernhaus mit Kühlgeräten): 550 € pro Einheit.
      • Zusatz: Bier‑Garnituren = 2 € pro Stück (max. 12 Stück vor Ort).
      • Ortstaxe: 2,60 € pro Person.
      • Angebot für mehrere Einheiten: bei drei Einheiten 10 % Rabatt; bei Buchung von Freitag bis Sonntag (zwei Einheiten) kostet das Deluxe‑Paket = 1 100 € zzgl. Ortstaxe etc.
    • Zugänge und Sicherheit
      • Mehrere getrennte Wege zwischen Dorf‑, Turnier‑ und Camping‑/Event‑Bereich, sodass bei niedriger Lärmbelastung parallel verschiedene Veranstaltungen stattfinden können.
      • Beschränkter Zugang zum Steinbruch (max. 30‑40 Personen, für ruhige Events).
    • Verkehrsanbindung (B38)
      • B38 gilt als gefährlichste Straße Niederösterreichs (viele Todesopfer).
      • Verkehr am Wochenende ist weniger stark; Pendlerverkehr nutzt die Straße wochentags.
      • Bisher keine größeren Unfälle am Gelände, nur ein Notfall mit einem Krankenwagen‑Hubschrauber und ein beschädigtes Tor durch einen LKW.
    • Erfahrungen und Vorfälle
      • Ein Notfall (Arztnotfall) wurde dank anwesender Sanitäter schnell versorgt.
      • LKW‑Problem beim Umdrehen auf der Zeltwiese, erst mit Traktorhilfe gelöst.

    Action Items

    • Gerald: Postet die Kontaktdaten und die Preislisten 2026 (Dorfminig & Eventgelände) im Chat.
    • Patrick: Implementiert das nächste Bauprojekt – eine Baustellen‑Stromabnahmestation mit Verteiler, um die aktuelle Verlängerungskabel‑Lösung zu ersetzen.
    • Gerald: Plant die Errichtung einer festen Waschstation zwischen Eventkeller und Duschcontainer für zukünftige Veranstaltungen.
  1. Detailed Discussion Summary

    Das Meeting begann mit einer Darstellung der finanziellen Hintergründe des Eventgeländes am Distelheim, wobei Gerald erläuterte, dass er private Investitionen in Infrastruktur (Wasser, Kanal, Löschwasser‑Biotop) tätigte, um das Gelände eigenständig zu betreiben, nachdem die Vereinsfinanzierung gescheitert war. Anschließend wurde das Gelände umfassend beschrieben: Lage, Gesamtfläche von 19 000 m², Aufteilung in Dorffläche, Parkplatz, Keller, Turnierwiese, Steinbruch und weitere Einrichtungen wie das Bestandshaus mit mietbaren Gastro‑Kühlschränken und einen neu gebauten Eventkeller mit Bar, Kühlgeräten und Eiswürfelautomat.
    Die technische Ausstattung wurde detailliert aufgeführt: durchgängige Stromversorgung, Wasser‑ und Kanalanschlüsse an verschiedenen Punkten, ein mobiler Watt‑Station sowie geplante Verbesserungen der Stromversorgung durch eine neue Baustellen‑Stromabnahmestation. Gerald beantwortete Fragen zur Größe (Eventkeller 80 m²) und beton­te, dass sämtliche Bereiche trotz unterschiedlicher Nutzung gut miteinander koordiniert werden können, da die Zugänge getrennt sind.
    Die Preisstruktur für die Vermietung des Geländes wurde vorgestellt. Es gibt ein Standard‑ und ein Deluxe‑Paket, wobei zusätzliche Kosten für Bier‑Garnituren und Ortstaxe anfallen. Für mehrtägige Buchungen (Freitag–Sonntag) wurden konkrete Kosten (1 100 € für zwei Deluxe‑Einheiten) genannt sowie ein Rabatt bei Buchung von drei Einheiten.
    Zum Thema Verkehr wurde die B38 diskutiert, die als besonders gefährlich gilt, jedoch am Wochenende relativ ruhig ist. Ein Notfall mit einem Krankenwagen‑Hubschrauber und ein LKW‑Unfall zeigten, dass das Gelände über ausreichende Notfall‑Infrastruktur verfügt. Abschließend wurden die offenen Action Items festgehalten, wobei Gerald die Preislisten im Chat teilen wird, Patrick die neue Stromabnahmestation plant und Gerald künftig eine feste Waschstation einrichten möchte. Das Meeting endete mit Dank an die Organisatoren

  2. und einem Ausblick auf die nächste Veranstaltung (Anulf)
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